• Skip to primary navigation
  • Skip to main content
  • Skip to primary sidebar
  • Skip to footer
jacqueline-fehr.blog Logo

jacqueline-fehr.blog - Blog von Jacqueline Fehr

  • Home
  • Archiv
  • Über Jacqueline Fehr

Sammlung Bührle: Probleme lösen statt Probleme bewirtschaften

29. August 2022 Kommentar schreiben

Heute haben Stadt und Kanton Zürich zusammen mit der Zürcher Kunstgesellschaft das weitere Vorgehen in der Auseinandersetzung um die Sammlung Bührle vorgestellt. An einem unabhängigen Runden Tisch sollen die verschiedenen Akteure gemeinsam die Evaluation der bisher geleisteten Provenienzforschung organisieren. Der eingeschlagene Weg zeigt beispielhaft, wie verantwortungsbewusste Politik geht.

Wer von den Wählerinnen und Wählern ein politisches Amt anvertraut bekommt, übernimmt Verantwortung. Das klingt banal, ist für mich aber der Kern der politischen Arbeit. Wir Politikerinnen und Politiker sind nicht nur unseren eigenen Wählerinnen und Wählern, sondern der gesamten Gesellschaft schuldig, unsere Positionen bestmöglich einzusetzen – das heisst: so einzusetzen, dass wir als Gesellschaft einen Schritt weiter kommen.

Diese Verantwortung bedeutet konkret, dass es uns nicht darum gehen darf, Probleme zu bewirtschaften, also Konflikte zu zelebrieren und Sturheit zu praktizieren – in der Hoffnung, dass wir damit im politischen Showkampf punkten.

Wir sind gewählt, um Probleme zu lösen.

Und Probleme löst man nicht gegeneinander, sondern miteinander.

Schritt zur Seite

Der Runde Tisch zur Provenienzforschung Sammlung Bührle, dessen Konzept Stadt und Kanton Zürich und die Zürcher Kunstgesellschaft heute vorgestellt haben, freut mich vor diesem Hintergrund ausserordentlich.

Der Konflikt um die Sammlung und die Herkunft der einzelnen Werke hat tiefe Gräben gerissen, die Vorwürfe waren laut und dezidiert, die Positionen der verschiedenen Akteure liegen weit voneinander entfernt.

In dieser Situation haben Stadt, Kanton und Kunstgesellschaft entschieden, selber zur Seite zu treten und einen Prozess einzuleiten, in dem die Organisationen, die aus ihren verschiedenen Rollen heraus Kritik geübt haben, sich konstruktiv einbringen können.

Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Runden Tisch unter der Leitung eines umsichtigen, kompetenten Delegierten (vielen Dank, Felix Uhlmann, für Ihre Bereitschaft und Ihr Engagement!) einen Prozess eingeleitet haben, der den Weg aus dem Konflikt weisen und zu einem guten Ergebnis führen kann.

Fortschritt verlangt Bewegung

Nicht jede politische Auseinandersetzung braucht einen Runden Tisch. Es gibt auch andere Formen, die zu guten Lösungen führen. Was sich in diesem Fall aber exemplarisch zeigt, und was für alle politischen Auseinandersetzungen gilt: Fortschritt entsteht, wenn sich Menschen bewegen.

Das heisst konkret: Fortschritt entsteht, wenn die Akteure einer Auseinandersetzung trotz – oder gerade wegen – ihrer unterschiedlichen Positionen sich darum bemühen, Brücken zu suchen und Brücken zu bauen. Wenn man ernsthaft reden und zuhören und nicht einfach nur die eigenen Positionen deklamieren will. Wenn man sich austauschen und nicht bloss markieren will. Wenn man wirklich gestalten und verändern und nicht allein sich selber inszenieren will. Kurz: Wenn sich alle Beteiligten ihrer Verantwortung bewusst sind.

Ich wünsche dem Runden Tisch viel Erfolg – und bin überzeugt: Die Art, wie hier Stadt, Kanton und Kunstgesellschaft einen Weg aus dem Konflikt gesucht und gefunden haben, könnte auch für andere Konfliktlagen Inspiration sein.

Bild: Die Sammlung Bührle ist im neuen Chipperfield-Bau des Kunsthaus’ Zürich ausgestellt. (Quelle: PD)

Beitrag teilen

Kategorie: Blog Tags: Push

Reader Interactions

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Primary Sidebar

Neueste Beiträge

  • Von Uster nach Budapest
  • Das Versagen der bürgerlichen Mitteparteien
  • Wir können Wachstum!
  • Es ist die Gleichstellung, die Frauen aus dem Prekariat befreit!
  • Eine Hilfe, die etwas Erleichterung verschafft

Neueste Kommentare

  • Jose Antonio Gordillo Martorell bei Das Versagen der bürgerlichen Mitteparteien
  • Markus Rohner bei Das Versagen der bürgerlichen Mitteparteien
  • Silvia Longoni bei Was mich prägt. Was mir wichtig ist.
  • Esther Krebs bei Was mich prägt. Was mir wichtig ist.
  • Jose Antonio Gordillo Martorell bei «It’s the economy, stupid!»

Kategorien

  • Blog

Archiv

  • April 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • September 2025
  • Juni 2025
  • Mai 2025
  • April 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • März 2023
  • Januar 2023
  • September 2022
  • August 2022
  • Mai 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020

Footer

 

  • E-Mail
  • Facebook
  • Instagram
  • LinkedIn

Copyright © 2026 · jacqueline-fehr.blog · Blog von Jacqueline Fehr · Impressum & Datenschutzerklärung