• Skip to primary navigation
  • Skip to main content
  • Skip to primary sidebar
  • Skip to footer
jacqueline-fehr.blog Logo

jacqueline-fehr.blog - Blog von Jacqueline Fehr

  • Home
  • Archiv
  • Über Jacqueline Fehr

Wir dürfen Sommer

23. Juli 2020 1 Kommentar

Hinter uns liegen Monate der Einschränkung, und das war richtig so. Doch jetzt – in den Ferienwochen – ist es höchste Zeit für eine Liste des Erlaubten. Als kleine Sommerbegleiterin und als Wegweiser in die Zukunft.

Ich habe nicht gerne Verbote.

Und auch wenn ich weiss, dass sie in den letzten Monaten unumgänglich und richtig waren: Ich hatte doch manchmal den Eindruck, Niklaus Meienberg mit seinem kernigen «Da taar me nöd» stehe an jeder Ecke. (Kleine Übersetzungshilfe für alle aus Winterthur-West: «Da taar me nöd» heisst «Das darf man nicht».)

Es gehört ja zur kollektiven Corona-Erfahrung, dass sozusagen über Nacht ein ganzes Sortiment von Alltagsroutinen auf den Index des nicht-angemessenen Verhaltens kam: Händeschütteln, Sitzungen am Besprechungstisch, Essen mit Freundinnen, Besuche bei Eltern und Grosseltern, Begrüssungsküsse, Umarmungen…  

Damit wir uns nicht an ein Leben im Dschungel von Verboten gewöhnen, möchte ich hier in meinem letzten Blog vor der Sommerpause all jenen Dingen Platz einräumen, die man darf. Sozusagen als Sommerversprechen. Aber auch als Orientierungshilfe für eine freie Gesellschaft, die ihre Skepsis gegenüber behördlichen Einschränkungen nie verlieren darf.

Wandern, entdecken, geniessen

Lassen wir die Verbote deshalb im Hintergrund und blicken auf all das, was wir dürfen:

Wir dürfen wandern, spazieren und flanieren. Wir dürfen mit dem Velo die Umgebung erkunden, längst vergessene Museen wiederentdecken, das Bücherregal leer lesen, uns in Serien vergessen, neue Musikrichtungen kennenlernen. Und vor allem: Wir dürfen uns treffen und gemeinsame Abende auf Balkonen und Terrassen, an Seeufern und Feuerstellen, in Parks und Gärten verbringen.

Was ich so vorhabe?

Ich erkunde wandernd neue Gebiete in den Schweizer Alpen.

Ich beobachte die Steinböcke und Gämsen im Engelbergertal.

Ich miete das Mobility Cabrio und fahre zu Badeseen in der Umgebung.  

Ich geniesse Kaffee- und Apéro-Stunden mit all jenen Freundinnen und Freunden, die ich in den letzten Monaten nicht sehen konnte.

Ich treffe mich zum Bräteln an versteckten Feuerstellen am Fluss.

Ich entdecke neue Trails fürs Mountain-Biken auf Genuss-Niveau.

Ich lese Ian McEwans «Kindeswohl» im Abendlicht in der Hängematte.

Und wenn’s regnet, ziehe ich mich ins Kino zurück und schaue mir «Berlin Alexanderplatz» an.

Ja, wir müssen mit dem Virus leben lernen (eine Formulierung, die das Zeug zum Wort des Jahres hat). Wohl wahr. Für mich heisst das, trotz Virus frohe, fröhliche, erholsame, gesellige Stunden und Tage zu verbringen. Ich hoffe, für Sie auch.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen von Herzen einen schönen Sommer.

Bild: In den Ferien die Schweizer Berge erkunden – zum Beispiel den Alpstein: grossartig! (Quelle: Pixabay)

Beitrag teilen

Kategorie: Blog Tags: Push

Reader Interactions

Kommentare

  1. Staub schrieb

    25. Juli 2020 um 17:35

    Aha, jetzt habe ich Ihre Blogs endlich besucht.
    Der hier passt gerade zu meiner Situation, wohin ich in den nächsten drei Wochen nicht in die Ferien gehe.
    In der Einschränkung neue Freiheiten entdecken, so habe ich die anstrengendsten Monate meines Berufslebens seit dem Stillstand erlebt. Jetzt weiss ich, wie’s geht.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Primary Sidebar

Neueste Beiträge

  • Das Kopftuch und die Schule: grosses Thema, kleines Problem
  • Wir brauchen Kinder! Auch ausländische!
  • Ein Hoch auf den Lokaljournalismus
  • Von Uster nach Budapest
  • Das Versagen der bürgerlichen Mitteparteien

Neueste Kommentare

  • Jose Antonio Gordillo Martorell bei Das Versagen der bürgerlichen Mitteparteien
  • Markus Rohner bei Das Versagen der bürgerlichen Mitteparteien
  • Silvia Longoni bei Was mich prägt. Was mir wichtig ist.
  • Esther Krebs bei Was mich prägt. Was mir wichtig ist.
  • Jose Antonio Gordillo Martorell bei «It’s the economy, stupid!»

Kategorien

  • Blog

Archiv

  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • April 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • September 2025
  • Juni 2025
  • Mai 2025
  • April 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • März 2023
  • Januar 2023
  • September 2022
  • August 2022
  • Mai 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020

Footer

 

  • E-Mail
  • Facebook
  • Instagram
  • LinkedIn

Copyright © 2026 · jacqueline-fehr.blog · Blog von Jacqueline Fehr · Impressum & Datenschutzerklärung